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Die Schwarzföhre in Österreich

Ihre außergewöhnliche Bedeutung für Natur, Wirtschaft und Kultur

Herbert Kohlross (Hrsg.)
Erscheinungsdatum: Juni 2022
ISBN: 978-3-99103-035-5
376 Seiten
Buch / gebunden
29,70 cm x 21,00 cm
9783991030355

Kohlross, Herbert

49,90 €


Bewertung

Über dieses Buch

Die Schwarzföhre – österreichische Baumart mit großer Vergangenheit und
bedeutsamer Zukunft

Die Schwarzföhre ist von besonderer Bedeutung für uns. Ist sie doch jene Baumart, die 1785 erstmals in unserem Land botanisch richtig beschrieben wurde, was wiederum Botaniker dazu veranlasst, sie als berühmteste Baumart Österreichs zu bezeichnen.
Auf Grund ihrer Fähigkeit, magere Böden zu besiedeln und durch ihre Nadelstreu Humus anzureichern, wurde sie schon im 19. Jahrhundert weit über ihr natürliches Verbreitungsgebiet angebaut, was ihr schnell international Anerkennung verschaffte und sie seither weltweit als die österreichische Schwarzföhre (Austrian pine, pin noir d'Autriche, etc.) bezeichnet wird.
Bei uns erreichte sie ihre größte Bedeutung durch das Sammeln und die Verarbeitung des Harzes, die sogenannte Pecherei. Ein Handwerk, das nahezu am Aussterben war. Jetzt gibt es wieder eine Neubelebung und dieser traditionsreiche Rohstoff und seine Verarbeitung erlebt eine Renaissance. Auch dadurch schaffte es die Pecherei 2011 auf die nationale Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO.
Viel weniger bekannt ist, dass besonders das Schwarzföhrenholz als Bühnenboden gesucht wird oder sie die härteste heimische Nadelholzart ist. Gibt es doch bei uns mehr Schwarzföhre als z.B. Zirbe.
Die älteste Anlage eines Waldes in Österreich geht auf Kaiser Maximilian I. zurück und erfolgte natürlich mit Schwarzföhrensamen. Der Große Föhrenwald bei Wiener Neustadt geht im Wesentlichen darauf zurück.
Wissenschaftlich genau datiert erreicht der Baum ein Alter von über 800 Jahren.
Doch auch an ihr geht der Klimawandel nicht spurlos vorüber. Dort wo sie an ihrem unteren Verbreitungsgrenze liegt wie z.B. am Steinfeld im südlichen Niederösterreich setzen ihr Trockenheit, Hitze und eine Pilzerkrankung schwer zu. Aber in bisher z.B. von der Buche dominierten Bereichen wird sie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen können. International gibt es vermehrt Anstrengungen, ihr Potenzial zum Erschließen besonders magerer und trockener Standorte auszuloten.
Übrigens kennen Sie den Unterschied zwischen Schwarzkiefer und Schwarzföhre? Es gibt keinen. Beides bezeichnet denselben Baum. Wissenschaftler verwenden eher die Bezeichnung Kiefer. Ein Begriff, der wahrscheinlich im 9. Jahrhundert entstanden ist als Kurzform aus Kien und Föhre. In der Region heißt der Baum Schwarzföhre, was auch unzählige Namen und Begriffe wie Föhrenwald, Föhrenbaum, Fahrafeld, etc. belegen. Für uns Grund genug, sich auf die authentischen Wurzeln zu besinnen und auch aus Lokalpatriotismus bei der ursprünglichen Bezeichnung Schwarzföhre zu bleiben.
Wie kaum eine andere Baumart prägt sie Menschen, Region und Geschichte und ist somit bedeutsam wie eh und je.

AutorIn

Geboren am 12.7.1963 in Wien;
Besuch der Volksschule und des Gymnasiums der Neulandschule am Laaerberg in Wien;
Matura 1981 und anschließend Studium der Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien;
Ferialpraktika bei den Österreichischen Bundesforsten, der Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark und Essity Ortmann;
1989 bis 1994 Forstreferent in der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs;
von Dezember 1994 bis Juli 2011 Forstberater der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer und zuständig für die Verwaltungsbezirke Baden, Mödling und Wr. Neustadt;
seit 2011 Mitgründer, Mitgesellschafter und Geschäftsführer der WHG WaldHolz GmbH und seit 2019 zusätzlich Gründung der Unternehmensberatung Forstwirtschaft;
verheiratet mit Babette Kohlross; Sohn Lorenz und Tochter Karoline;
weitere Kinder: Stephanie und Andre;
Hobbies: Musik, Forst-, Jagd- und Regionalgeschichte, Garten ...

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